20.-23. Juni 2019... Fahrt der Besser Bühne ins Elbsandsteingebirge… nu hier…

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Am Donnerstagmorgen wars mal wieder soweit ...  zwei Jahre waren ins Land gegangen und die Fahrt der Besser Bühne stand an...  diesmal ins nahe Ausland... ins Elbsandsteingebirge... wie?....Deutschland?...ach, die haben deutsch gesprochen?.... nu hier, worum sacht einäm das dänn kähner?.... wie auch immer…wohlgelaunt fuhren wir also der aufgehenden Sonne entgegen, bestens kutschiert von Fa. Börner und Fahrer Victor... wir wollten nach: Achtung: Schlöben... ha, jetzt werden die ersten Leser den Weltatlas Ausgabe 79 zur Hand nehmen und suchen... im Kombinat Goldene Ackerfurche... kurz Wöllmisse warteten Brötchen auf uns und unsere hungrige Mägen... okay…im Bus gab es schon ein paar Erdbeer Smoothies aus dem Thermomix... warum die allerdings in 2 cl Gläschen ausgeschenkt wurden... ein Rätsel der Menschheit... da musste schon manch einer aufpassen, dass er nicht in den Bus ulfte ...

Also mit Muskelkraft und Sonnenschein, fuhren wir das Frühstück ein...  und dann weiter an Quirla, Glösa und Kauscha vorbei... (paar hübsche Namen für die Atlantengucker)... bis wir schließlich unseren ersten Wanderpunkt erreichten... eine Straße... ja nu…nämlich die Basteistraße…auf der hielten wir mal kurz mittendrin  an und alles was nicht gehbehindert war, sammelte sich schnell am Straßenrand... Victor fuhr weiter und wir stapften nichtsahnend noch munter plappernd in den Wald…die Schwedenlöcher wollten wir wandern... in diese schwer zugängliche Schlucht flüchteten die nahen Bauern im 30-jährigen Krieg 1618 – 1648 vor den Schweden... heisa was ein Spaß……erst steil bergab, begleitet von einem schweren Gewitter, das flugs aufgezogen war... auch mein mitgeführter Regenschirm nutzte nu hier nischt mehr... und wenn man dann im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Tiefpunkt angekommen ist... geht es lächerliche 777 Stufen bergan... das da die Schweden nicht hoch wollten, kann ich sowas von gut nachvollziehen... und nicht mal 335 Jahre später haben die Schweden uns dann doch überrollt mit Teelichtern und Köttbullar...

Jedenfalls erreichten wir völlig aufgeweicht und unterhopft das Plateau... ich habe noch nie einen Menschen dampfen sehen... da schon... sah aus als würde sein Shirt brennen... und ich fühlte mich wie bei The biggest loser in der ersten Staffel... nu noch schnell die letzten 500 m zur Bastei bzw. zur Theke…dort warteten schon unsere Fußkranken und kaltes Bier auf uns...

Als gegen 17.00 Uhr alle wieder im Bus saßen, waren doch alle froh, dass es nu endlich zum Zielpunkt ging: zur Familienoase Bad Königstein... leider gab es noch ein klitzekleines Hindernis... nur schlappe 1091 km lang und träge fließend: die Elbe... der Bus konnte nicht bis ans Haus fahren... weil zu schmal... also alles raus und runter zur Fähre... nu fahr doch mal 8 Stunden lang mit nem Bootchen 20 Meter hin und her und her und hin... das da das Hirn, so fern jemals ausreichend vorhanden, ein bisschen schrumpft…nu hier…wer wills verübeln und dann kommen kurz vor Dienstschluss noch wir... und wollen ein Kollektivticket für 33 Erwachsene, 2 Jugendliche und 3 Kinder für 6 mal hin und her... also irgendwann legten wir dann auch ab und drüben wieder an und nu gings noch 800 Meter bis zur Oase...

Familienoase Bad Königstein... selten wird ein Name sich so gerecht... Leute Leute, idyllisch direkt an der Elbe, Halbpension, die keine Wünsche offen lässt, saubere Zimmer und das zu einem schmalen Preis... sensationell gut...

Auf dem Freitagsprogramm stand ... Überraschung!!!....wandern... also wieder zur Fähre geschlappt... Fährmann hol über... rinn in Bus und die 4 km bis nach Bad Schandau gefahren... dort trabten wir zur Haltestelle der Kirnitzschtalbahn…einer historischen Bahn, die seit 1898 laut ratternd 8 km weit ins wunderschöne Tal fährt…dort an den Lichtenhainer Wasserfällen begaben wir uns auf den Malerweg in Richtung Kuhstall... so wird ein riesiges Felsentor genannt... und hier sind wir wieder bei den marodierenden Schweden…die Bauern haben ihre Kühe dort eingestellt... desterwegen ……der Aufstieg ist zwar etwas anstrengend, belohnt aber durch interessante Steinformationen und oben angekommen mit der Himmelsleiter... eine sehr schmale und steile Treppe zwischen zwei Felsen, die nicht für jeden von uns verlockend war... zumal recht lang und wackelig…aber die Mutigen wurden mit einem fantastischen Ausblick belohnt... die nicht so Mutigen derweil mit einem eiskalten Bierchen... ist ja auch was hübsches... die Berggast wird von zwei sehr fröhlichen Damen bewirtet es ließ sich dort auch sehr gut vespern... so gestärkt wanderten wir zurück zur Bahn und auf der ca. halbstündigen Fahrt wurde so mancher Lidmuskel mal schlaff und der Kopf sank sacht zur Seite... is aber auch anstrengend... dauernd laufen und saufen… hi hi ... dann wieder das Prozedere Bus – Fähre – zum Haus schlappen... da gabs dann den Grillabend mit anschließend Spielen... Mucke von früher und heute... dummdoffwitzigem Gelaber und kühlem Radebergerchen... wir  lernten z.B. was über Adapterstücke für gewisse männliche Körperteile und das man hinner der Hecke kurz vor dem Eintritt ins elektronische Zeitalter steht…obwohl…ob sich das mit dem Internet durchsetzt...

Samstagmorgen durften wir dann ein bisschen trödeln, denn erst um 10.00 Uhr setzte sich die Karawane Richtung Fähre in Bewegung... es ging nach Dresden... eine Altstadt besichtigen, die keine ist, die nach dem Krieg völlig neu wieder aufgebaut wurde und noch wird... lt. Bildzeitung ein Schnäppchen für ca. 1,3 Mrd. Euro... so n bisschen den Hauch eines Museumsdorfes hats schon... jedenfalls hatten wir tolle Stadtführer…Rike und Robert... mit Herzblut Dresdner... und als Krönung fuhren wir anschließend alle Mann mit dem Fahrrad an der Elbe lang... das war schön... ein Biergarten nach dem anderen... und schon hieß es wieder heim nach Königstein... Fäääährmann hol über... liebe Atlantengucker... wenn ihr auf der Karte mit dem Finger langfahrt, ist ja die Grenze nu nich weit...  ob Tschechien nu aber eine 3 Meilen Zone auf der Elbe hat... hm…nix näheres weiß man nicht…und ob die durchgeführte Bootstrauung rechtsgültig ist…weiß man auch nicht ...  und ob das Besitzen eines Sportbootführerscheins den Inhaber in den Stand eines Kapitäns setzt... weiß man auch nicht... Was man aber weiß, dass zweimal deutlich "JA" gesagt wurde und wovon man zwar nicht bewiesenermaßen aber doch recht zuversichtlich ausgehen kann ist... das die Ehe vollzogen wurde…mehrmals… wahrscheinlich... und öfter…auch in der Vergangenheit…die älteste ist 15...

Abends gabs dann lecker Klöße mit Füllung, Sauerkraut und dunkler Soße…uuuuund Spiele... okay, die weiße Gruppe war der roten irgendwie haushoch überlegen... und mal ehrlich, ein gebrochener Zeh bei 38 Leuten in 4 Tagen ist soo minimal…

Und schon war er da, der Tag der Heimreise... ein letztes mal Fähre fahren…und ab Richtung Altenburg…dort erwartete uns das Labyrinthehaus… 5 Themenwelten und in jeder war ein Stempel zu finden... brüll… lach... einfach... Kinnergeburtstach... 1 Stunde... gebt mir 10 Minuten... heul... nach 1,5 Stunden im teils stockdunkelen... wollte Gruppe 2 nur noch zurück ans Tageslicht...

... im Bus gut durchzählen, ob auch wirklich alle da waren und jetzt gings mit Volldampf Richtung Besse...

4 herrliche Tage mit viel laufen, lachen und leben liegen hinter uns... und das am östlichsten Rand Deutschlands, der Sächsischen Schweiz, einem Fleckchen Erde, wo sich der liebe Gott auch noch mal richtig Mühe gegeben hat... wir haben`s genossen und uns super erholt……

Deutsch – Sächsisch

wie geht’s? – Issed Lähm nöch frisch

ein kleiner Mensch – n Schnibblich

ein dünner Mann - än ausgegnaubldes Gärrschguuchngesichde

Schmatz nicht! – Duh ni gäddschn

In diesem Sinne... sche wars...

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